Kochen ohne Bouillonwürfel

Lorbeerblatt, Nelke, Pfefferkörner.
Für diese Kürbissuppe kommen als Bouillon-Ersatz Lorbeerblatt, Nelke und einige Pfefferkörner mit in den Topf. TK

Bouillon ist eine wichtige Zutat für viele Speisen. Auf Bouillonwürfel, -pulver oder Bratentöpfchen zu verzichten, mag da vielen unvorstellbar vorkommen. Eigentlich ist das aber überhaupt kein Problem: Mit wenig Aufwand lassen sich die Fertigprodukte durch FODMAP-arme, natürliche Zutaten ersetzen.

Tobis Risotto ohne Fertig-Bouillon hat bereits mehrere Male für Aufsehen gesorgt. Mich verwundert das nicht: Schon seit Langem empfinde ich den Geschmack von künstlichen Geschmacksverstärkern, wie sie in Bouillonwürfeln zu Hauf drin sind, als konkurrenzlos gegenüber frischen Zutaten und natürlichen Kräutern und Gewürzen.

Lorbeerblatt und frisches Gemüse

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Bouillon-Würfel zu ersetzen. Mit der Zeit findet jeder heraus, was ihm/ihr besonders schmeckt. Ich nehme beispielsweise für Suppen oder Hackfleischsosse einfach die nötigen Mengen Wasser und Salz und koche von Anfang an ein Lorbeerblatt, manchmal auch eine Nelke und ein paar Pfefferkörner mit.

Aufwändiger macht es Tobi: Für sein legendäres Risotto schwitzt er zu Beginn etwas Frühlingszwiebelgrün und wenig kleingeschnittenes Gemüse wie Karotten, Sellerie oder Kohlrabi an. Später kommt auch noch eine Tomate hinzu. Das alles lässt er im Gericht und würzt mit Salz, Pfeffer und Kräutern.

Gemüse vorbereiten und einfrieren

Das frische Gemüse lässt sich gut auch vorberiten und einfrieren. Frühlingszwiebelgrün schneiden wir beispielsweise immer gleich nach dem Kauf in Röllchen und frieren diese ein. Weil wir zu zweit sind, schaffen wir es sonst nie, den gekauften Bund aufzubrauchen, bevor er schlampt. Dank dem Einfrieren haben wir immer einen Vorrat, von dem wir fürs Kochen die gewünschte Menge entnehmen können.

Dasselbe könnte man auch mit allen anderen Gemüsen machen (siehe Kästchen). Oder man könnte sogar gleich eine Bouillon-Mischung aus kleingeschnittenem Gemüse vorbereiten und in kleine Portionen (Eiswürfelbehälter) einfrieren. Wer die Zeit dazu hat, kann natürlich auch selbst Gemüsebouillon herstellen und diese einmachen oder im Tiefkühler aufbewahren.

Geeignetes Gemüse
Fast jedes Gemüse lässt sich wohl für eine gute Gemüsebrühe verwenden. Für uns haben sich folgende Zutaten bewährt:
  • Karotten
  • Frühlingzwiebelgrün
  • Knollensellerie
  • Tomate oder Tomatenpüree
  • Kohlrabi
  • Knoblauch (ganz im Öl anbraten, dann entfernen)
  • Kräuter wie Petersilie, Salbei, Schnittlauch, Thymian oder Basilikum

3 comments

  1. Hallo ihr beiden, ich bin gerade auf euren Blog hier gestossen. Ich bin auch Reizdarmbetroffene in eurem Alter und kenne die FODMAP-arme/reduzierte Ernährung gut.
    Mittlerweile bereite ich mir 2-3 im Jahr mein eigenes Bouillonpulver zu. Dazu nehme ich einfach 500g verträgliches Gemüse (z.B. Karotten, etwas Grün vom Lauch, Knollensellerie und Kohlrabi) und reibe alles auf die gleiche Grösse an einer Röstireibe.
    Danach trockne ich das Gemüse zusammen mit gehackten frischen Kräutern (Liebstöckel, Petersilie) im Ofen bei 90 Grad für 4-6 Stunden (je nach Grösse der Gemüsestückchen). Wichtig: Einen Holzlöffel zwischen die Ofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit durch einen Spalt entweichen kann.
    Wenn das Gemüse getrocknet ist, zusammen mit 40g Salz in einem Food Processor pulverisieren. Das gibt ein Bouillionpulver ohne Geschmacksverstärker, Hefeextrakt, Palmöl oder sonstigen Müll.
    Bei Bedarf dann einfach nach Geschmack ins heisse Wasser geben, et voilà, frische Bouillon. Wunderbar für Risotto, Bouillon oder sonstige Gerichte. Hält 1 Jahr.

    1. Super Tipp! Werde ich mal ausprobieren. Ich habe mich zwar schon so sehr ans Kochen ohne Bouillon gewöhnt, aber für Mamis wär das was, oder auch zum mitbringen auf Besuch bei Kolleg*innen, wenn man gemeinsam kocht.

      1. Dann bin ich mal gespannt, auf dein Fazit zum Pulver :-). Ich habe das Bouillonpulver auch schon als Geschenk aus der Küche bei Einladungen mitgebracht.

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